Xbox-Classics: Fable Review

Sie können es mir nicht verzeihen, dass ich als kleiner Junge die Hühner im Dorf gequält habe. Nun bin ich ein angehender Held und kämpfe gegen die Mächte der Finsternis, doch immer wieder halten mir einige Leute die Verfehlungen meiner Jugend vor. So sind sie eben, die Bewohner von Albion.
Sie sind oft freundlich und zuvorkommend, wenn man jedoch als Kind ein wahres „Schätzchen“ war, dann vergessen sie das einem ein Leben lang nicht.

So müssen wir also einige Anstrengungen unternehmen, um sie davon zu überzeugen, dass die Sturm- und Drangzeit hinter uns liegt. Vielleicht platzt uns aber auch der Kragen und wir prügeln jeden, der uns die Hühner-Geschichte wieder vorhält, einfach windelweich. Das herausragende Spielelement von Fable ist die Freiheit, das zu tun, wozu der Spieler gerade
Lust hat. Er kann sich durch gute Taten zu einem strahlenden Helden oder durch Verbrechen und Vergehen zu einem wahren Teufel entwickeln. Je nach persönlicher Vorliebe und Gemütsverfassung.

Wir sind mittendrin in der Welt von Fable, dem wohl begehrtesten Rollenspiel für die Xbox überhaupt. Das Fazit vorweg. Das was Sudeki gern gewesen wäre, das ist Fable geworden. Nämlich ein tolles Rollenspiel.

Peter Molyneux, der, fast schon legendäre, Spieldesigner, der hinter Fable steht, hat eine Welt erschaffen, die den Spieler für viele Stunden in ihren Bann ziehen wird. Einzigartig ist die Handlungsfreiheit, die man genießt.
Wie bereits erwähnt, bleibt es dem Spieler überlassen, ob man den Weg des Guten einschlägt. Ebenso kann man rauben, stehlen und morden. Diese Taten bleiben natürlich nicht ohne Folgen. Tötet man jemanden in einer Stadt, muss man damit rechnen, dass die Stadtwache auf den Plan gerufen wird. Bezahlt man nicht die horrenden Strafen, wird man erbarmungslos aus der Stadt gejagt
oder getötet. Ein unauffälliger Diebstahl aus einem leeren Haus bleibt hingegen unbestraft.
Das Leben in Albion ist bestimmt von fortwährenden Entscheidungen, wie man eine bestimmte Aufgabe angehen wird, wie man sich den dort lebenden Menschen gegenüber verhalten will. Bereits am Anfang seines jungen Rollenspiel-Daseins hat man die Wahl. Als ein kleiner Junge von einem Raufbold bedroht wird, kann man entscheiden, ob man dem Schwächeren beisteht
oder gar nichts tut.
Man kann allerdings auch zuerst den Raufbold und dann den kleinen Jungen verprügeln. Einen richtigen oder falschen Weg gibt es eigentlich nie, denn welche Konsequenzen eine Tat haben oder nicht haben wird, kann man unter Umständen erst sehr viel später feststellen.
Falls überhaupt.

Die Story

Wie in vielen Rollenspielen, so fängt auch in Fable die Geschichte sehr beschaulich an. Wir schlüpfen in die Rolle eines kleinen Jungen, der behütet in seinem Dorf aufwächst. Der kleine Racker sieht aus, als hätte er es faustdick hinter den Ohren. Trotz seiner kurzen Beine ist er recht flott im Dorf unterwegs. Dort kann er alles erkunden, mit den Einwohnern sprechen oder die oben erwähnten Hühner quälen. Während man durch kurze Tutorials in die Steuerung eingeführt wird, kann man einige gute oder schlechte Taten begehen und dafür entweder einige Goldstücke einheimsen oder gutes Karma.

Kurz darauf, als die Nacht anbricht, wird das Dorf von einer plündernden Horde überfallen. Sie plündern nicht nur das Dorf, sondern töten die gesamte Familie unseres kleinen Helden. Als er weinend über der Leiche seines Vaters zusammenbricht, wird er im letzten Moment vor einem heranstürmenden Angreifer gerettet. Sein geheimnisvoller Retter ist „Maze“. Er ist der Meister der Gilde der Helden. Diese Gilde wird fortan unser neues zuhause.
Dort, zwischen Helden, Zauberern und anderen Lehrlingen, wächst unser namenloser Held zu einem jungen Mann heran. Ihm wird die Ehre zuteil, das Kriegshandwerk und den Gebrauch von Magie zu erlernen. Nach vielen Jahren schließlich ist seine Ausbildung beendet und er wird in die Welt entlassen, um sich als Held zu behaupten. Und da er nun kein wehrloses Kind mehr ist, wird er sich auch seiner persönlichen Rache für den Tod seiner Familie
widmen.

In die weite Welt hinaus

Nun zieht man also los, um sich die ersten Sporen zu verdienen. Die Heldengilde wird zum Ausgangspunkt unserer zukünftigen Abenteuer. Dort kann man nicht nur neue Aufträge, die so genannten Quests, einsehen und annehmen, sondern auch die in Kämpfen und Abenteuern verdienten Erfahrungspunkte benutzen, um die eigenen Fähigkeiten zu verbessern. Einer der ersten Quests
führt uns in die Nähe der Heldengilde. Dort muss eine Wespenkönigin samt ihrer stacheligen Artgenossen bekämpft werden, die die Bewohner eines nahe gelegenen Dorfes terrorisiert. Diese Aufgabe erledigen wir im Vorbeigehen.
Zum Dank jubeln uns die befreiten Dorfbewohner frenetisch zu.

Wir sind auf dem besten Wege, ein Held zu werden. Wäre da nicht die Möglichkeit, die eben befreiten Dorfbewohner auszurauben oder ihnen einfach übel mitzuspielen. Das bleibt dem Spieler überlassen. Kommen wir kurze Zeit später in ein kleines Städtchen, merken wir, dass die Nachricht von unserem Sieg über die Wespenkönigin sich bereits herumgesprochen hat. Hätten wir die Leute vorher ausgeraubt, hätte sich auch das herumgesprochen. Die Bewohner von Albion reagieren dann entsprechend misstrauisch und zurückhaltend. Misstrauische
oder ängstliche Menschen geben natürlich nicht gern Auskunft, wenn man sie etwas fragt. Sie verkaufen ihre Waren auch nicht zu einem Spottpreis. All das sollte man bedenken, wenn man sich entschließt, jemanden zu schlagen oder gar zu töten.
Viele Häuser, die offen stehen, kann man betreten und
ausrauben. Ebenso kann man die zahllosen Kisten oder Fässer, die man überall findet, zerstören, um an ihren oft wertvollen Inhalt zu gelangen. Zerstört man jedoch mutwillig ein Fass in einer Stadt oder raubt unter den Augen der Anwesenden ein Haus aus, dann bekommt man schnell Ärger mit der Stadtwache, denn alle Gegenstände, die man in Städten und Dörfern findet, gehören
irgendjemandem.

Die Interaktion zwischen dem Spieler und den Einwohnern von Albion wird in Fable großgeschrieben. Ein heruntergekommener Halunke mit zerrissenen Kleidern und martialischem Auftreten löst völlig andere Reaktionen aus als ein strahlender Jüngling, der unauffällige Kleidung und einen sauberen Haarschnitt trägt. Apropos: Im Verlauf des Spiel findet man zahllose Karten
mit Frisuren, Bärten und Tattoos. Diese kann man in entsprechenden Geschäften benutzen, um sein Äußeres recht individuell zu gestalten. Aber auch hier muss man mit Bedacht vorgehen, will man nicht die Leute verschrecken. Im schlimmsten Fall kann es passieren, dass man mit einer besonders auffälligen Haarpracht zum Gespött der Leute wird.
Alle schönen Vorsätze, jemanden zu beeindrucken, sind dann dahin.
Eine sehr komödiantische Art der Kommunikation sind die diversen so genannten „Expressions“. Man geht in eine belebte Kneipe, stellt sich in die Mitte des Raumes und lässt genüsslich einen Furz oder Rülpser vom Stapel.
Dass die Anwesenden nicht mit Jubel auf solche Geräusche reagieren, sollte jedem klar sein. Diese Expressions gibt es aber auch in einer zivilisierten Variante. Das allseits beliebte Lächeln beispielsweise löst im allgemeinen Erheiterung bei den Mitmenschen aus.
Ein Lächeln a day keeps the doctor away.

Da Albion mit der Zeit recht groß wird, haben sich die Entwickler die Teleporter einfallen lassen. An diversen Schlüsselstellen der Weltkarte sind magische Tore aufgestellt, die ein schnelles und sicheres Reisen ermöglichen. Das spart sehr viele Laufwege. Sehr nützlich ist, dass man sich mitten in einem Kampf in die Heldengilde beamen kann, sollte man einmal mit seinen Kräften am Ende sein.

Leben und sterben lassen

So lebt man also in Albion. Möchte man keinen Quest erfüllen, schlendert man sorglos durch die Gegend, prügelt sich hier und dort mit bösen Mächten, die am Wegesrand lauern und lebt ein sehr freies Leben. Man kann an allen möglichen und unmöglichen Stellen seine Angel auswerfen und ein wenig Ruhe und Entspannung beim Fischen finden. Die Teiche, Seen und Pfützen fördern nicht nur Fische zutage, sondern auch öfter wertvolle Gegenstände.

Hat man genügend Bargeld beisammen, kann man Häuser erwerben und sie weiter vermieten oder selbst sein Lager darin aufschlagen. Für jeden erfüllten Quest bekommt man eine mehr oder minder eindrucksvolle Trophäe. Hängt man sie in seinem Haus auf, erhöht das die Mieteinnahmen, da die Leute natürlich gern im Haus eines waschechten Helden wohnen. Mit diesen Trophäen kann man aber auch durch die Gegend herumlaufen und sie jedem zeigen, der einem über den Weg läuft. Das sieht nicht nur wie Angeberei aus, das ist sie auch.
Dieses Prahlen mit den vollbrachten Taten aber fördert wiederum das Ansehen.
Selbst heiraten kann man, wenn man eine heiratswillige, hübsche Frau findet, der der Sinn nach dem Ehebund steht. Um sie zu betören, kann man auch schon mal einen hübschen Ehering vorzeigen. Er ist zwar nicht echt, aber das weiß sie gottlob nicht.

So harmonisch muss es aber nicht immer im Alltag zugehen.
Theoretisch ist es nicht nur möglich, Häuser zu kaufen, sondern auch weitaus wertvollere Geschäfte. Da ein Besitzer aber nicht ohne weiteres seinen gut gehenden Laden abtritt, muss man eine diabolische List anwenden. Mittels der Follow-Expression kann man bestimmte Personen dazu bewegen, einem zu folgen.
Also befiehlt man dem Händler, er möge doch bitte mitkommen. Tut er das, dann lockt man ihn aus der Stadt hinaus und ermordet ihn. Das ist nicht besonders nett, aber sobald man wieder in der Stadt zurück ist, sieht man, dass sein Geschäft nun zur Versteigerung angeboten wird.
Wo der Besitzer nur abgeblieben ist…
Hat man das nötige Kleingeld, erwirbt man das Geschäft und genießt fortan das süße Leben, denn die Kasse klingelt jetzt in hellen Tönen.

Die Quests

Die Quests sind der zentrale Bestandteil des Spiels. Sie führen die Story um den Helden fort. Es gibt Haupt-Quests, die der Geschichte dienen und Neben-Quests, die damit nichts zu tun haben, aber dem Helden die nötige Erfahrung und Stärke verleihen.
Anfangs sind die gestellten Aufgaben recht einfach zu lösen. Schreitet das Spiel aber weiter fort, kann man sich an den Gegnern, die man dabei überwinden muss, die Zähne ausbeißen. Je mehr Aufgaben man erfüllt, desto mehr, ehemals verschlossene, Gebiete von Albion werden zugänglich. Manchmal hat man bei diesen Aufgaben sogar die Wahl, wie man sie beendet. Bei einem
Quest, der den Spieler in ein Lager voller Banditen führt und mit einem Kampf gegen den riesigen Anführer endet, kann man entscheiden, ob man den geschlagenen Gegner mit dem Leben davonkommen lässt oder ihm den Rest gibt.
Lässt man ihn am Leben, hat man einen Freund fürs Leben gewonnen. Zumindest für einige Zeit. Bei Banditen weiß man ja nie…
Als Belohnung winkt viel Geld, Ansehen bei den Bewohnern und
Erfahrungspunkte. Diese Erfahrungspunkte kann man daheim in der Heldengilde in wertvolle und lebenswichtige Aufwertungen der eigenen Fähigkeiten ummünzen. Stärkte, Vitalität, Schnelligkeit oder die zahlreichen magischen Fähigkeiten, die dem Spieler kraftvolle Angriffe oder Heilzauber bescheren,
kann man hier aufbessern.

Die Kamera, mein schlimmster Feind

Ein Quest wäre kein Spaß, wenn man sich nicht mit den zahlreichen menschlichen und weniger menschlichen Gegnern balgen könnte. Als Held verfügt man zunächst nur über recht schwache Waffen. Ein dünnes Schwert und ein Bogen. Diese zwei kann man im Verlauf des Spiels gegen effektivere Waffen eintauschen. Entweder man hat Glück und findet neue Tötungswerkzeuge
oder man kauft, für sehr viel Geld, Neue bei den zahlreichen fliegenden Händlern, die man immer wieder trifft.
Neben Schwertern gibt es auch zahlreiche Äxte. Diese kann unser Held zwar nicht so leicht und schnell schwingen wie eine Klinge, aber wenn er einmal mit einer Axt etwas trifft, dann fliegen die Fetzen.
Zu diesen weltlichen Waffen gesellen sich zahllose magische Fähigkeiten. Je mehr Erfahrungspunkte man sammelt, desto stärker kann man seine magischen Fähigkeiten verbessern. Ist ein anfänglicher Blitzschlag zunächst recht harmlos, kann er später zu einem wahren Gewitter für die Feinde werden.
Die Auswahl an Magie ist recht groß. Es gibt Magie für den Angriff oder die Verteidigung. Es gibt Magie, die den Spieler heilt, ihn blitzschnell macht, die Gegner gegeneinander hetzt, oder einen Schutzschild aufbaut. Da ein Dauerbeschuss durch magische Feuerbälle aber zu einfach wäre, muss man stets
mit seinen magischen Vorräten haushalten. Setzt man diese Fähigkeiten ein, dann verschlingen sie den Energievorrat. Dieser füllt sich zwar in Ruhepausen langsam wieder auf, aber mitten im Kampf muss man immer wieder Zaubertränke einsetzen, um diesen Vorrat nicht erschöpfen zu lassen.
Die Auswahl der Zaubersprüche ist durch eine Mehrfachbelegung auf dem Controller anfangs recht kompliziert. Will man einen bestimmten Zauberspruch einsetzen, muss man unter Umständen drei mal auf den gleichen Knopf drücken.
Das kann für einen ungeübten Spieler zum Frust führen. Da die Gegner natürlich nicht warten, bis man etwas Tödliches aus dem Hut zaubert, sollte man den Griff zum Kontroller blind beherrschen.
Kaum ein Kampf findet gegen einzelne Feinde statt. Sie kommen fast immer in großer Zahl und versuchen den Spieler von allen Seiten unter Druck zu setzen. Fable besitzt für den Kampf eine Auto-Aiming Funktion. Drückt man den linken Trigger, kann man einen Gegner anvisieren und so lange auf ihn eindreschen bis er besiegt ist. Das ist im Prinzip eine gute Funktion, aber im Kampfgetümmel ist sie völlig nutzlos. Da oft unbeteiligte Personen im Kampf mitmischen, die dem Spieler vielleicht helfen wollen und da Auto-Aiming nicht unter Freund und Feind unterscheidet, kommt es immer wieder vor, dass man einen Unschuldigen tötet. Hinzu kommt eine etwas wirre Kameraführung, die meist genau den Teil des Geschehens nicht zeigt, den man sehen möchte. Also muss man stets nachjustieren und im Getümmel den passenden Gegner anvisieren. Besonders ärgerlich ist das, wenn man zusammen mit Stadtwachen gegen Monster kämpft. Es kommt sehr oft vor, dass man aus „Versehen“ einen Verbündeten niederschlägt. Statt eine höfliche
Entschuldigung zu akzeptieren, sind diese Wachsoldaten fortan unsere Gegner.
Also kämpft man plötzlich gegen zwei Seiten. Mit dem Einsatz von Magie sollte man in solchen Fällen ebenfalls vorsichtig sein. Auch die Magie trifft Freund und Feind gleichermaßen.
Diese Probleme mit der Kamera und beim Anvisieren der Gegner können einen schon zur Rage bringen.
Die Gegner sind sehr schön gestaltet. Sie reichen vom kleinen Banditen über langsame Untote bis zu gigantischen Skorpionen, die einen harten Brocken darstellen. Die Endgegner erfordern immer eine bestimmte Strategie. Mit einfachem Draufhauen ist es meist nicht getan. Um ihnen beizukommen, muss man einen großen Vorrat an Heiltränken und eine Mixtur aus Magie und roher Gewalt einsetzen.

Alter Sack

Eine Besonderheit von Fable ist, dass unser Held altert. Man fängt mit einem kleinen Bengel an und endet mit einem alten Greis. Der Alterungsprozess wird grafisch sehr schön dargestellt. Kann er anfangs herumhüpfen wie ein Reh, merkt man ihm am Ende seines Lebens jeden morschen Knochen an.
Ebenso werden Narben, die man durch Kämpfe erworben hat und auch die Gesinnung des Protagonisten dargestellt. Entscheidet man sich für „Die dunkle Seite der Macht“, dann muss man damit rechnen, dass man nicht nur eindrucksvolle Hörner auf dem Kopf trägt, sondern allgemein nicht sehr nett aussieht. Der Feuerschein, der dann einen umgibt, bestärkt noch, welch dunkles Seelenleben man führt.

Grafik und Sound

Die Grafikengine hat zuweilen mit der Pracht der Umgebungen zu kämpfen. Es gibt immer wieder einen deutlich vernehmbaren Grafikaufbau. Dies liegt daran, dass die Grafik in Fable wunderschön ist. Die Wälder, die Städte und auch die Gegner sind mit verschwenderischen und liebevollen Details ausgestattet. Herrliche Sonnenuntergänge lösen sich mit bedrohlichen Nachtszenarien ab und die Wälder werden von hellen Lichtstrahlen
durchbrochen. Sieht man vom Grafikaufbau ab, bietet Fable eine optische Augenweide.
Beim Sound verhält es sich ähnlich. Das Geschehen wird durchgehend von orchestralen Sounds im Hintergrund begleitet. Die Geräuschkulisse ist voller kleiner Details. Zwitschernde Vögel, knarrende Äste. Auch hier ist Fable sehr gelungen.
Die Sprecher in der englischen Version sind fast alle sehr gut. Manchmal setzten einige von Ihnen ihren englischen Akzent zu stark ein und übertreiben es etwas.
Merkwürdig ist, dass der Held des Spiels kaum ein Wort sagt. Von
gelegentlichen Ausrufen abgesehen, wenn er einen dicken Fisch mit seiner Angel gefangen hat, hört man kein Wort, keinen Satz von ihm.

Fazit

Im Vorfeld der Veröffentlichung von Fable wurden alle greifbaren Superlative auf das Spiel angewendet. Eine Revolution sollte es sein. Noch nie gekannte Handlungsfreiheit.
All das ist Fable nicht geworden. Fable ist schlicht und einfach ein wunderschönes Rollenspiel. Mit Fehlern wie viele andere Spiele auch. Die Handlungsfreiheit im Umgang mit den Bewohnern dieser Welt ist in der Tat riesig. Die Freiheit beim Umherwandern hingegen ist recht eingeschränkt.
Zwar ist die Weltkarte groß, die Wege aber kann man kaum jemals verlassen.
Hier ist Fable also ein normales Spiel. Es wird wild spekuliert, dass die Spielzeit sehr gering ist. Von ca. 15 Stunden ist immer wieder die Rede. Das mag stimmen, aber wer Fable im Akkord durchspielt, wird kaum eines der Geheimnisse entdecken, die überall versteckt sind. Er wird auch nicht herausfinden, welche Möglichkeiten die Entwickler eingebaut haben. Die Interaktion mit den Bewohnern von Albion und die Tatsache, dass jede Entscheidung einen anderen Einfluss auf die Umwelt hat; das macht den Reiz
von Fable aus.

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